Ostern 2019

Was hat die Leidensgeschichte Jesu mit uns Menschen des 21. Jahrhunderts zu tun?  

Mit dem Bild der MAUER, die wir am Palmsonntag errichteten, haben wir versucht, dies anschaulich darzustellen: 

Genauso wie die Menschen, die Jesus verleumdet und bis in den Tod am Kreuz getrieben haben, machen auch wir viele Fehler: 
Wir sind EGOISTISCH - weil wir oft zu wenig von uns selber hergeben. Jesus dagegen hat im letzten Abendmahl Brot und Wein und letztlich sich selber geteilt.
Wir lassen EINSAMKEIT zu - weil wir andere im Stich lassen. So wie Jesus am Ölberg von seinen Jüngern alleine gelassen wurde. 
Wir VERRATEN andere - nur um unsere eigene Haut zu retten. So wie Petrus geleugnet hat, Jesus zu kennen. 
Wir VERSPOTTEN andere sogar - so wie Jesus von den Soldaten verhöhnt wurde. 
Wir verspüren ANGST - und machen dann erst recht das Falsche. Auch Pilatus hatte letztlich Angst vor den Menschen und verurteilte Jesus obwohl er unschuldig war. 
Wir VERGEBEN NICHT - oft nicht einmal Kleinigkeiten. Aber Jesus am Kreuz schafft das eigentlich Unvorstellbare: er vergibt seinen Mördern! 

Durch all diese Dinge bauen auch wir letztlich unsichtbare Mauern rund um uns selber auf.
Aber OSTERN soll uns zeigen, dass wir jederzeit versuchen können und müssen (!), diese Mauern wieder einzureißen.
Damit die Sonne, Jesus selber und unser eigenes Lebendig-Sein wieder sichtbar wird.

So wurde unsere Mauer in der Kirche in der Osternacht feierlich durch die Osterkerze beleuchtet - und Begriffe wie DANKBARKEIT, LEBEN, FREIHEIT, WEISHEIT wurden jetzt sichtbar. 
Am Ostersonntag wurde die Mauer endgültig wieder eingerissen und die Sonne kam wieder zum Vorschein! DENN: Jesus ist auferstanden!! 

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle ganz herzlich bei der Landjugend Dienten für das Abbrennen des Osterfeuers und für die Mitgestaltung im Gottesdienst!